Risse an einem O-Ring aus NBR

Problemstellung

Drei O-Ringe werden an einem Bauteil montiert. Nach zwei bis drei Wochen Lagerung des Bauteils unter Licht und Ozoneinfluss zeigt ein bestimmter O-Ring des Bauteils ständig Risse.

Der Sachverhalt

Der eingesetzte Werkstoff NBR reagiert auf Ozon. Wenn Dichtungen aus NBR gedehnt werden, schafft dies eine Basis für eine erhöhte Empfindlichkeit des Werkstoffes gegenüber dem Einfluss von Ozon. Wenn die gedehnten O-Ringe der durchschnittlich in der Luft enthaltenen Ozonkonzentrationen ausgesetzt ist, kann das ausreichen um Risse zu verursachen. Die Lichtquellen in Räumen erzeugen UV-Licht, was wiederum den Gehalt von Ozon in der Luft ansteigen lässt. 

Die Lösung

Es gibt verschiedene Lösungalternativen:

Der Einsatz von Elastomeren wie zum Beispiel EPDM-, HNBR- oder FKM-Kautschuk bei der Herstellung des O-Ringes oder

man verbleibt bei dem Werkstoff NBR, schützt den O-Ring jedoch durch Einhaltung bestimmter Lagerungsvorschriften:

  • spannungsfrei
  • lichtgeschützt
  • mit eingeschränkter Luftzufuhr

Der Handlungsspielraum lässt sich erweitern. Weitere Alternativen sind, einen O-Ring mit einem größeren Innendurchmesser einzusetzen, um die Vorspannung zu reduzieren. 

Ferner kann auf eine andere NBR-Type zurückgegriffen werden, die mit Ozonschutzwachsen ausgerüstet ist.

Sie haben noch Fragen? Unsere Fachberater für O-Ringe helfen Ihnen gerne weiter!

Stefan Büdel

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Daniela Jeckel

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