Kabeltülle
20.000 mit bahnbrechender Technik!

Im Juni stand Kremer vor der Umsetzung des 20.000sten Zeichnungsteils. Das Ergebnis liegt nun vor: Das 20.000ste Produkt ist eine Kabeldurchführungstülle für Siteco, dem führenden Hersteller technischer Innen- und Außenbeleuchtungen.
Eine Kabeldurchführungstülle ist an sich kein spektakuläres oder kompliziertes Teil, vielmehr ist es der vielversprechende Weg einer neuen Form der Prototypenherstellung und die spezifischen Produktanforderungen, die an die Tülle gestellt wurden.
Der erste Schritt: geprintete, werkzeuglose Prototypen
Die Prototypen wurden mittels einer Technologie gefertigt, die es erlaubt, dreidimensionale Modelle auch aus mehreren Materialien und mit verschiedenen physikalischen Eigenschaften zu fertigen ohne Herstellung eines Prototypenwerkzeuges. Eine enorme Zeit- und Kostenersparnis.

- Prototyp der Kabeltülle
In einem einzigen Arbeitsschritt können Teile innerhalb von wenigen Tagen nach Vorlage der 3D-CAD-Daten geschaffen werden, die wie die Endprodukte auch aus unterschiedlich harten oder weichen Materialien bestehen können. So lassen sich z.B. Knickverhalten und Montierbarkeit (eingeschränkt auch Funktionstests) schon in einem sehr frühen Stadium der Produktentwicklung ausführen. Erst nach Anpassung und Prüfung des geeigneten Prototyps wurden anschließend die Erstmuster aus Serienwerkzeug hergestellt.
Schlichtes Produkt mit besonderer Spezifikation

- Endprodukt Kabeltülle
Die Anforderung: Ein vorkonfektioniertes Kabel soll mit einer Kabeltülle versehen und zusammen in ein Aluminiumdruckgussgehäuse montiert werden. Die Tülle wird jedoch nicht durch einen Gehäusedeckel, sondern durch eine Dichtschnur von oben in den Sitz gepresst.
Es stand von vornherein fest, dass die Anschlusselemente des Kabels nicht durch die Bohrung passen werden, die Tülle somit geschlitzt sein müsste.
Dies wiederum stand im Widerspruch zur Forderung, das Gehäuse gegen Spritzwasser abzudichten. Die Schwierigkeit bestand nun darin, die geschlitzte Tülle gerade so zu dimensionieren, dass alle resultierenden Kräfte eine ausreichende Verpressung gegen die Gehäusewand und das Kabel ausüben und eine Deformation der geschlitzten Kabeltülle vermieden werden musste.
Eine Standard-Kabeltülle konnte also nicht verwendet werden. Eine Gratwanderung, die hohe Ansprüche an Entwicklung und Technik stellte.
Glückwunschtorten zum Jubiläums-Zeichnungsteil

Nach erfolgreicher Bemusterung und Freigabe des 20.000sten Zeichnungsteiles ging es im Oktober zum Kunden nach Traunreut. Gregor Hämel und Timo Eibelshäuser ließen es sich nicht nehmen vor Ort zu sein, als die „20.000ste-Zeichnungsteil-Glückwunschtorten“ geliefert wurden.
